Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall

Nach § 1 Abs. 1 Entgeltfortzahlungsgesetz (EntgFG) haben Arbeitnehmer/-innen Anspruch auf die Fortzahlung ihres Arbeitsentgelts im Krankheitsfall. In Abs. 2 werden diese definiert als Arbeiter, Angestellte sowie zur Berufsausbildung Beschäftigte.

Anspruchsvoraussetzungen

Einen gesetzlichen Anspruch auf Entgeltfortzahlung haben Arbeitnehmer/-innen wenn:

Dauer der Entgeltfortzahlung

Der Anspruch auf Entgeltfortzahlung besteht für längstens sechs Wochen von Beginn der Arbeitsunfähigkeit an. In Tarifvereinbarungen oder ähnlichem darf jedoch eine längere Frist festgelegt werden. Bei Beantragung einer Erstattung von Arbeitgeberaufwendungen kann jedoch längstens ein Zeitraum von 42 Kalendertagen geltend gemacht werden. Bei der Berechnung der 6-Wochen-Frist sind allein die Kalendertage maßgebend, an denen der Beschäftigte arbeitsunfähig erkrankt ist, nicht die entsprechenden Arbeits- oder Werktage.

Höhe der Entgeltfortzahlung

Während der Arbeitsunfähigkeit erhalten Arbeitnehmer/-innen ihr regelmäßiges Entgelt zu hundert Prozent fortgezahlt. Dabei ist es unerheblich, ob sie infolge eines Arbeitsunfalls oder einer sonstigen Erkrankung an ihrer Arbeitsleistung gehindert werden. Der Entgeltfortzahlungsbetrag ist grundsätzlich von dem Betrag abhängig, den der Arbeitnehmer/die Arbeitnehmerin erhalten hätte, wenn er/sie arbeitsfähig gewesen wäre. Dabei erfolgt eine gegenwartsbezogene Betrachtung des Arbeitsentgeltes.

Übernimmt der Arbeitgeber bis zum Eintritt der Arbeitsunfähigkeit die Arbeitnehmeranteile zur Sozialversicherung sowie die Lohnsteuer, so hat er diese auch während der Entgeltfortzahlung zu tragen.

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